26.Juli

27. Juni 2011

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Meine Fresse, wir haben die Triebwerke gestartet und wären heute schon beinahe abgehoben! Aber halt, noch isses nicht soweit. Morgen geht das wunderbare Gerammel und Gewürge auf dem Platz los, und auch gibt es interessante Vorschläge fürs Programm aus den Hinterbänken: Schaubluten zum Beispiel und fliegende Künstler, die aus Wolken hervorbrechen und durch Kronleuchter schiessen. Das wird ne Woche.

Tut mir leid, du meine treue Tastatur, ich muss jetzt schlafen gehen, der Glühbirnen-Falk hat NEUN UHR gesagt, und mit dem Glühbirnen-Falk will ichs mir nicht verscherzen.

¬ geschrieben von heiki.ikkola in Allgemein

25.Juni 2011

25. Juni 2011

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“Sag mal, Hans, wo sind denn die ganzen alten schönen Tagebuch-Einträge hin? Die ganzen Erinnerungen?!!” – streng und unerbittlich hat mich der Direktor bei diesen Worten angefunkelt. – Und ich kann nur mit den Füssen in der feuchten Wiese scharren: “Chef, das Netz hat sie einfach verschluckt. Ich hab wohl den falschen Knopf gedrückt. Ich …” Ich hab was rumgedruckst von Speicherplatz und alles ist noch da, irgendwo, ich kläre das … Das hat mir wenigstens etwas Zeit verschafft, eine neue Ausrede zu finden, bis morgen. – Oder vielleicht kommen all die Erinnerungen ja von alleine wieder, schwubs, irgendwo im Äther müssen ja all die Einträge, die Glücks- und Tränenmomente herumfliegen, und plötzlich, mir nichts dir nichts: kommen sie zurück wie ein Bumerang.

Ich werde morgen einfach wieder still auf mein Gerüst klettern, vor mich hinsummend Gardinen in den Schaubudenhimmel knüpfen und mir einfach nichts anmerken lassen. - Ja, liebes Tagebuch, du hast richtig gehört: Gardinen. Jetzt zieht hier Gediegenheit ein beim Budensommer - Gardinen und Kronleuchter! Die Rumpelzeiten sind ein für allemal vorbei!!! Die Feinripp-Käthe hat den Vogel abgeschossen: wenns nicht eine Überraschung wäre, ich würde plaudern und plaudern und schwärmen und schwärmen – aber es ist eben eine Überraschung und ich schweige still. Auch drückt mir der Kopf von schlechtem Wein, am besten, die Birne gar nicht bewegen. Dabei sagt der Direktor immer: “Hans”, sagt er. “Hans, trinke niemals schlechten Wein. Und vor allem: Hüte dich vor schlechtem Schaps!” – Dabei trinke ich doch wirklich selten. “Eben!”, sagt der Glühbirnen-Falk und sieht mich wichtig an. Ich überlege lange, was er damit meint und werde wohl über dieser Frage einschlummern, ohne dir, liebes Tagebuch und euch, liebe heimliche Leser, von den wirklich bewegenden Fragen des Tages berichtet zu haben.

Gute Nacht sagt Hans Grimmig, Euer Chronist der Sommernächte.

¬ geschrieben von heiki.ikkola in Allgemein



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