22.Juni
Liebe Schaubuden-Freunde und Freundinnen!
Ja, ich bin´s – etwas verdruckst noch aus dem Hintergrund: euer Hans Grimmig, der schon händereibend auf euch wartet. Ich wollte heute eigentlich schon auf dem SchaubudenPlatz sein, um zu sehen wie alles voran geht und um dem ZweistundenFalk etwas unter die Arme zu greifen – ging aber nicht: der Direktor hat mich wieder einmal an den Computer-Tisch gekettet. Wenn die Leute jetzt nicht sofort haarklein informiert werden, Hans, hat der Direktor gesagt, mit seiner Posaunen-Stimme, dann machen wir uns lächerlich. – Und wie immer, hat der Meister recht, nicht nur vor der Sächsischen Zeitung blamieren wir uns, nein, die ganze Welt schaut ja mittlerweile auf uns, wenn der SchaubudenSommer wieder heranrollt. – Also erdulde ich das schmerzende Eisen an meinen Handgelenken und schreibe euch diesen Gruß und all die andern schönen Sachen, die es hier zu lesen gibt. Mit dem fröhlichen Gruß der einsichtigen Gefangenen verbleibe ich euer Hans Grimmig und freue mich sehr, wieder bei euch zu sein.
wieso zweistunden falk?
und, der direktor spricht im augenblick eher mit der stimme einer maultrommel!
Tja, manche Dinge und Leute tragen mit ihrem Namen einen Mythos mit sich herum, dem sie schon lange nicht mehr gerecht werden. Der Zweistunden-Falk wird wohl aber demnächst umgetauft werden müssen, denn zwei Stunden Nachtschlaf reichen ihm einfach nicht mehr. Stattdessen gedenken wir ihm mit Genehmigung des Direktors den Namen “Sechsmeter-Zargen-Falk” zu geben, einerseits wegen seiner sehr emotionalen Beziehung zu diesen illustren Bauteilen, andererseits weil er sie gerade dem Direktor zur Verwirklichung glänzender Ideen vorenthält und stattdessen der Gastronomie ganz fraglos zur Verfügung stellt.
Und zu des Direktors Stimme – da war der Chronist tatsächlich nicht auf dem aktuellsten Stand: Mittlerweile nennen wir den Direktor ehrfürchtig “der Rabe vom Altmark” und müssen feststellen, dass die leichte Verzerrung der Stimmorgane dem Direktor der Schaubude durchaus stehen.