Der SchaubudenSommer erwacht wieder!
Ihr naht Euch wieder, wankende Gestalten,
Die übers Jahr im trüben Nirgendwo geweilt!
Willkommen, Freaks, Poetenpack, ihr Durchgeknallten,
Die Ihr mit schönem Wahnsinn jeden Kummer heilt!
Die Zelte stehn, die Buden sind gezimmert.
Es riecht nach Glückshormonen, Rindenmulch und Schweiß.
Die Bühne knarkst, die Violine wimmert,
Der Prinzipal hält lachend sich den Steiß.
Ein jedes Nachtgewächs kann hier gedeihen,
Ein jeder staunt und feiert, was er kann.
Und weißbehemdet winden sich die Reihen:
Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan!
Hinaus ins Weite unsrer drastisch schönen Eingeweide!
Es rast die Lust durch Herz, Blut, Nerven und Verstand.
Wir tanzen auf des Messerwerfers Schneide
Bis an des Lichtermeeres zwielichtigen Strand!